8. Mai | Rave zum Tag der Befreiung

KUNDGEBUNG | AUSSTELLUNG | MUSIK

rave-8-05-16-fbfeat.
| yUtopia (Dub) |
| Mørke (Drum&Bass) |
| Jannick Bahl (Techno) |

„Wir kapitulieren nie!“ – stand noch an vielen Gebäuden, als das Oberkommando der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 offiziell und bedingungslos die Waffen strecken musste. Als die Nachricht vom Ende der deutschen Besatzung am selben Tag in Paris eintraf, war dies der Auftakt zu einem zweitägigen Fest: Die Menschenmassen feierten auf den Straßen den Sieg über Deutschland. Seitdem ist das Ende vom Nationalsozialismus ein jährlicher Anlass zum Feiern. Weiterlesen

Die Vergessenen der Geschichte – Afrodeutsche ZeitzeugInnen des Dritten Reichs

 Wochen der afrikanischen Diaspora und ihre Geschichte

Die ersten „Black History Weeks“ in Erlangen präsentieren in einer Reihe von Veranstaltungen die Geschichte und Bedeutung der afrikanischen Diaspora in Deutschland. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Ende des Zweiten Weltkriegs und vor allem der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die Erfahrungen schwarzer bzw. afrikanischer Gefangener in den Konzentrationslagern werden dabei ebenso beleuchtet wie die Rolle der afroamerikanischen GIs in der BRD.

Auftaktveranstaltung am Samstag, 19.9. 2015, 18.00 Uhr 

Stadtbibliothek Erlangen, Innenhof
Die Vergessenen der Geschichte. Afrodeutsche Zeitzeugin und Zeitzeugen des Dritten Reichs Weiterlesen

Veröffentlicht unter Themen

la resistenza – Beiträge zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien

19.5.2015 19:30 Uhr Stadtarchiv Erlangen, Luitpoldstraße 47
Der Verein zur Förderung alternativer Medien präsentiert die vierte Broschüre zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien 1943-45. Mit Zeitzeug_innenberichten, Fotos, und Filmausschnitten stellt der Verein die neue Broschüre vor und berichtet von den Feiern anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung in Italien.
www.resistenza.de

Beiträge zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien

verboten verbrannt verfolgt

Ausstellung 80 Jahre Bücherverbrennung

25. April – 4. Juni 2013 Stadtbibliothek Erlangen

Am 12. Mai jährt sich die nationalsozialistische Bücherverbrennung in Erlangen zum 80. Mal. Zentral initiiert vom Kampfbund für deutsche Kultur und den Führern der deutschen Studentenschaft fand von April bis Mai 1933 in ganz Deutschland die sogenannte „Aktion wider den undeutschen Geist“ statt. Als Höhepunkt wurden von Studentenschaften und Hitlerjugend auf den zentralen Plätzen vieler deutscher Städte unter allgemeinem Beifall Bücher verbrannt. Auf den Scheiterhaufen landeten – großzügig anhand von „schwarzen Listen“ ausgewählt – Bücher linker, jüdischer, pazifistischer und emanzipatorischer AutorInnen: Romane und Gedichte ebenso wie Sachbücher und Zeitschriften.

  • Was passierte an diesen Tagen in Erlangen und in Deutschland?
  • Welche Rolle spielten Studentenschaft, Studentenverbindungen und Universitäten?
  • Was waren die Folgen?

Mit der Ausstellung soll der Blick auch auf die Situation in Erlangen gelenkt werden. Darüber hinaus wird der historische und gesellschaftliche Kontext dargestellt, der den Boden für die Bücherverbrennungen bereitet hat.

Einen allgemeinen Überblick bietet die Ausstellung „Verfemt, verfolgt – vergessen? Die Bücherverbrennung 1933“ vom Haus der Bayerischen Geschichte.

26. April 17 Uhr Stadtbibliothek (Bürgersaal): Eröffnung der Ausstellung
mit einem Vortrag von Anne Grimmer (Leiterin Stadtbibliothek):
“Die Rolle der Volksbüchereien zur Zeit der Bücherverbrennung – mit besonderem Blick auf Erlangen”.
Außerdem gegen die OrganisatorInnen Einblick in Ziele und Hintergründe der Ausstellung. Sie stellen auch exemplarisch Aspekte der “Aktion wider den undeutschen Geist” und deren Funktion dar.

30. April 20 Uhr IG-Metall Saal (Friedrichstr. 7, Erlangen)
Studentenverbindungen und die Bücherverbrennung

Auch in Erlangen waren die Studentenverbindungen an der
Bücherverbrennung vom Mai 1933 beteiligt – ganz wie in den anderen
Universitätsstädten des Deutschen Reichs. Schon in den 1920er Jahren
hatten immer wieder Verbindungsstudenten die NSDAP unterstützt, etwa
beim Aufbau des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes
(NSDStB); dass zahlreiche Verbindungen die Machtübergabe an die Nazis
vom 30. Januar 1933 begeistert begrüßten und sich an NS-Aktivitäten wie
eben der Bücherverbrennung beteiligten, lag ganz auf dieser Linie. Die
Auflösung der Studentenverbindungen ab 1934 wird gerne als Argument für
eine angebliche NS-Gegnerschaft verwendet, von der jedoch pauschal keine
Rede sein kann; ganz im Gegenteil. Und: Extrem rechte Vorstellungen sind
bis heute in manchen Verbindungen anzutreffen – nicht nur, aber am
häufigsten in Burschenschaften. Der Vortrag beleuchtet das Verhältnis
der Studentenverbindungen zum Nationalsozialismus und die heutigen
Beziehungen vor allem von Burschenschaften zur extremen Rechten.

Referent: Jörg Kronauer (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland,
freier Journalist und Autor)

14. Mai 20 Uhr Selbstverwaltetes Jugendhaus (Wöhrmühle 7, Erlangen)
Filmvorführung: Fahrenheit 451
Britischer Science-Fiction-Film von François Truffaut aus dem Jahr 1966.
In einer nicht all zu fernen Zukunft lebt eine Gesellschaft nach dem
Prinzip des hedonistischen Glücksstrebens. Da Bücher als Medium sich mit
Problemen und Konflikten auseinandersetzen, werden diese als
unglücksstiftend angesehen und sind gesetzlich verboten. Die Feuerwehr
hat die Aufgabe, Bücher aufzuspüren und zu verbrennen, um das
gesellschaftliche Glück zu sichern. Brände werden von der Feuerwehr
nicht mehr gelöscht, da es aufgrund feuerfester Gebäude in der Regel gar
nicht zu diesen kommt. Im Falle eines Brandes wird das Gebäude einfach
abgerissen und die Bewohner ziehen in ein neues.

Der schmale Grat zwischen Verweigerung und Widerstand

Deutsche Deserteure in der italienischen Resistenza

Über 100.000 deutsche Soldaten desertierten im Zweiten Weltkrieg. Gegen Deserteure, derer sie habhaft wurde, ging die Wehrmachtsjustiz mit erbarmungsloser Härte vor: 22.750 so genannte Fahnenflüchtige wurden zum Tode verurteilt. Viele wurden noch in den letzten Kriegstagen umgebracht.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Themen

Auf der Flucht

Die abenteuerliche Geschichte eines Wehrmachts-Deserteurs

Als Walter B. Stalingrad nur mit Glück überlebt, immer mehr die Sinnlosigkeit des Krieges und die Schreckensseiten des NS-Regimes erkennt, fasst der Oberge­frei­te der Wehrmacht 1943 in Italien den folgenschweren Entschluss, zu deser­tie­ren. Über eineinhalb Jahre ist er bis Kriegsende auf der Flucht, zu­nächst in Florenz, später in Berlin, gejagt von Feld­jägern und der Gestapo …

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Themen

Ernst Jundt – ein deutscher Partisan

Die Geschichte des geheimen Informationsdienstes von „Gancia“

In den ersten Dezembertagen des Jahres 1944 war der Oberst der deutschen Garnison von Busana an der Nationalstraße Nr. 63 sehr wütend: Einer seiner Soldaten war zu den „Banditen“ übergelaufen! Wie konnte das passieren?

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Themen

Erinnerungen eines deutschen Deserteurs

„Wenn du keine Post bekommst, geht es mir prima“


M. E. – er möchte hier nur mit diesen Initialen genannt werden – war als junger Wehrmachtssoldat während des Krieges in Afrika und Italien. In seinem Kopf haben sich die Bilder der Soldaten und ZivilistInnen eingeprägt, die vor seinen Augen gestorben sind. „Aber viel schrecklicher waren die Erlebnisse, die ich zu Hause gesehen habe. Wie Hitler gesagt hat: Wir radieren. Aber dann haben die Engländer radiert.“

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Themen

Das Sondergericht Nürnberg

Im April 1933 begann die Einrichtung von Sondergerichten für spezielle Strafsachen. In Nürnberg trat es erstmals am 12. April zusammen. Das Sondergericht Nürnberg gilt als besonders brutales Instrument der NS-Herrschaft: Von den 16 Angeklagten beim Nürnberger Juristenprozess 1947 wurden nur vier zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, davon zwei Richter des Sondergerichts Nürnberg, Oswald Rothaug und Rudolf Oeschey.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Themen